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Vorsorgeuntersuchungen für Männer ab 40: Was sollte man wie häufig untersuchen lassen?

Aufrufe: 6 Männergesundheit, Sonstiges

Vorsorgeuntersuchungen für Männer ab 40: Was sollte man wie häufig untersuchen lassen?

Männer gehen seltener zum Arzt als Frauen, lassen sich später untersuchen und kommen häufiger erst dann mit dem Gesundheitssystem in Kontakt, wenn bereits ein Herzinfarkt, ein Diabetes mit Folgeerkrankungen oder eine fortgeschrittene Krebserkrankung vorliegt. Die Sterblichkeitsstatistiken in Polen zeigen deutlich: Männer leben im Durchschnitt mehrere Jahre kürzer. Ein erheblicher Teil dieses Unterschieds hängt mit Erkrankungen zusammen, deren Risikofaktoren sich häufig schon viele Jahre vor dem Auftreten von Beschwerden durch Blutuntersuchungen erkennen lassen. Der 40. Geburtstag ist ein guter Zeitpunkt, um den eigenen Gesundheitszustand erstmals systematisch zu erfassen und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen einzuplanen. Nachfolgend finden Sie eine nach Gesundheitsrisiken geordnete Übersicht sinnvoller Untersuchungen mit Empfehlungen zu deren Häufigkeit. Die Interpretation der Ergebnisse und Entscheidungen über eine Behandlung liegen beim Arzt.

Herz und Blutgefäße: das größte Gesundheitsrisiko ab 40

Lipidprofil

Bestimmt werden Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyzeride, zunehmend auch Non-HDL-Cholesterin und Apolipoprotein B (ApoB). LDL-Cholesterin ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Arteriosklerose. Der angestrebte Zielwert hängt vom individuellen Herz-Kreislauf-Risiko ab (bei Menschen ohne weitere Risikofaktoren unter 115 mg/dl, bei Personen mit hohem Risiko deutlich niedriger). Sinnvoll ist außerdem eine einmalige Bestimmung von Lipoprotein(a), einem genetisch bedingten, weitgehend vom Lebensstil unabhängigen Risikofaktor, der bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung erhöht ist. Häufigkeit: jährlich; bei optimalen Ergebnissen und ohne zusätzliche Risikofaktoren alle 3 Jahre.

Glukose und HbA1c

Typ-2-Diabetes entwickelt sich häufig über viele Jahre ohne erkennbare Beschwerden und kann bereits in dieser Phase die Blutgefäße schädigen. Eine Bestimmung von Glukose – Laboruntersuchung im nüchternen Zustand wird ab dem 45. Lebensjahr jährlich empfohlen, bei Übergewicht oder Diabetes in der Familie auch früher. Die Bestimmung von Glykiertes Hämoglobin (HbA1c) ergänzt die Beurteilung des Zuckerstoffwechsels und erfordert keine Nüchternheit.

Kreatinin mit eGFR, Harnsäure und Urinuntersuchung

Bluthochdruck und Diabetes können die Nieren über lange Zeit unbemerkt schädigen. Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) und die Bestimmung der Albuminausscheidung im Urin ermöglichen es, Nierenschäden bereits in einem frühen, möglicherweise noch reversiblen Stadium zu erkennen. Harnsäure ist mit dem Risiko für Bluthochdruck, Gicht und Nierenerkrankungen verbunden. Bei Männern über 40 sind erhöhte Harnsäurewerte häufig auch auf eine fleischreiche Ernährung sowie einen hohen Konsum von Alkohol und Fruktose zurückzuführen.

Homocystein und hochsensitives CRP

Diese ergänzenden Untersuchungen können insbesondere bei familiärer Vorbelastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll sein. Hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP) kann Hinweise auf chronische Entzündungsprozesse, auch im Bereich der Blutgefäße, liefern. Homocystein ist bei einem Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 häufig erhöht und wird mit einem erhöhten Thromboserisiko in Verbindung gebracht.

Leber und Stoffwechsel

Alanin-Aminotransferase (ALT) – Laboruntersuchung, Aspartat-Aminotransferase (AST) – Laboruntersuchung und Gamma-Glutamyltransferase (GGT, GGTP) – Laboruntersuchung sollten einmal jährlich kontrolliert werden. Eine Fettleber betrifft etwa jeden dritten erwachsenen Mann und kann sich durch Gewichtsreduktion und den Verzicht auf Alkohol zurückbilden. GGT ist zudem ein empfindlicher Marker für übermäßigen Alkoholkonsum. Thyreotropin (TSH) – Laboruntersuchung ist alle 2–3 Jahre oder bei entsprechenden Beschwerden sinnvoll, beispielsweise bei Müdigkeit, Gewichtszunahme oder gedrückter Stimmung. Vitamin D3 (25 OH) – Vitamin D kann im Herbst bestimmt werden, da ein Vitamin-D-Mangel in Polen weitverbreitet ist und Auswirkungen auf Muskeln, Knochen und die Immunfunktion haben kann.

Hormone: Testosteron und ergänzende Untersuchungen

Nach dem 40. Lebensjahr sinkt die Testosteronkonzentration durchschnittlich um etwa 1% pro Jahr. Bei gesunden, schlanken Männern bleibt sie jedoch häufig bis ins hohe Alter im Normalbereich. Mögliche Beschwerden eines Testosteronmangels wie nachlassende Libido, Erektionsstörungen, Verlust von Muskelmasse, zunehmendes Bauchfett, depressive Verstimmungen und Müdigkeit sind unspezifisch. Häufiger liegen ihnen Adipositas, Schlafapnoe, Diabetes oder Depressionen zugrunde als eine sogenannte Andropause. Die Diagnostik beginnt mit der Bestimmung von Gesamttestosteron (Testosteron – Laboruntersuchung) am Morgen zwischen 7:00 und 10:00 Uhr, nüchtern und nach einer erholsamen Nacht. Ein erniedrigter Wert muss durch eine zweite Messung bestätigt werden. Ergänzend können SHBG (sexualhormonbindendes Globulin, zur Berechnung des freien Testosterons), LH und FSH (zur Unterscheidung zwischen einer Störung der Hodenfunktion und einer Erkrankung der Hypophyse), Prolaktin – Laboruntersuchung und Estradiol – Laboruntersuchung bestimmt werden. Eine Testosterontherapie ohne nachgewiesenen Mangel kann schädlich sein: Sie erhöht den Hämatokrit, kann den HDL-Cholesterinspiegel senken, eine Schlafapnoe verschlimmern und das Wachstum eines bestehenden Prostatakarzinoms möglicherweise beschleunigen.

Prostata: PSA

Das prostataspezifische Antigen (PSA) kann bei Prostatakrebs erhöht sein, aber auch bei einer gutartigen Prostatavergrößerung, einer Entzündung sowie nach Geschlechtsverkehr, Radfahren oder einer rektalen Tastuntersuchung. Deshalb ist der PSA-Wert kein eindeutiger Krebstest, sondern Bestandteil einer umfassenden urologischen Beurteilung. Dazu gehören gegebenenfalls eine Tastuntersuchung, die Bestimmung des freien PSA und eine Magnetresonanztomografie (MRT). Empfohlen wird eine erste PSA-Bestimmung im Alter von 45–50 Jahren, bei Prostatakrebs des Vaters oder Bruders bereits ab 40 Jahren. Anschließend kann die Untersuchung abhängig vom Ausgangswert alle 1–2 Jahre wiederholt werden. Vorbereitung: 48 Stunden vor der Blutentnahme sollten Sie auf Ejakulation, Radfahren und eine rektale Tastuntersuchung verzichten. Während einer Harnwegsinfektion sollte keine PSA-Bestimmung erfolgen.

Blutbild, Eisenversorgung und Darmgesundheit

Ein Blutbild sollte einmal jährlich kontrolliert werden. Eine Eisenmangelanämie bei Männern ist immer ein Warnsignal. Eine häufige Ursache ist ein chronischer Blutverlust aus dem Magen-Darm-Trakt, beispielsweise durch Geschwüre, Darmpolypen oder Darmkrebs. Deshalb sollte ein niedriger Ferritinwert bei Männern Anlass für eine weiterführende Diagnostik sein und nicht lediglich für die Einnahme eines Eisenpräparats. Ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (immunchemischer Stuhltest, FIT) wird ab dem 50. Lebensjahr alle 1–2 Jahre empfohlen. Eine Vorsorgekoloskopie kann alle 10 Jahre beziehungsweise nach den Vorgaben des NFZ-Programms (Narodowy Fundusz Zdrowia, polnischer Nationaler Gesundheitsfonds und Träger der öffentlichen Krankenversicherung) durchgeführt werden. Bei familiärer Vorbelastung sollte die Darmkrebsvorsorge früher beginnen.

Weitere wichtige Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des Labors

  • Blutdruck: bei jeder Gelegenheit messen lassen, zu Hause alle paar Monate kontrollieren,
  • Körpergewicht und Taillenumfang (über 94 cm bedeutet ein erhöhtes Risiko, über 102 cm ein hohes Risiko),
  • Ruhe-EKG alle paar Jahre, bei Bluthochdruck häufiger,
  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraums alle paar Jahre (Leber, Nieren, Aorta, Prostata),
  • Untersuchung der Haut und auffälliger Muttermale, zahnärztliche Vorsorge sowie Augenuntersuchung einschließlich Augeninnendruckmessung,
  • Spirometrie (Lungenfunktionstest) und Röntgenuntersuchung des Brustkorbs bei Rauchern.

Empfohlener Untersuchungsplan

Häufigkeit Untersuchungen
Jährlich Blutbild, Lipidprofil (Fettstoffwechselprofil, Cholesterin) – Laboruntersuchung, Glukose – Laboruntersuchung (Glykiertes Hämoglobin (HbA1c)), Kreatinin – Laboruntersuchung mit eGFR, Harnsäure, Alanin-Aminotransferase (ALT) – Laboruntersuchung, Aspartat-Aminotransferase (AST) – Laboruntersuchung, Gamma-Glutamyltransferase (GGT, GGTP) – Laboruntersuchung, Allgemeine Urinuntersuchung, Blutdruck und Körpergewicht
Alle 1–2 Jahre ab 45–50 Jahren PSA, Test auf verborgenes Blut im Stuhl, EKG
Alle 2–3 Jahre Thyreotropin (TSH) – Laboruntersuchung, Vitamin D3 (25 OH) – Vitamin D, Ultraschalluntersuchung des Bauchraums
Einmal im Leben oder bei Beschwerden Lipoprotein(a), Testosteron – Laboruntersuchung mit SHBG, Homocystein, hs-CRP, Anti-HBs/Anti-HCV

Vorbereitung auf die Untersuchungen

Die Blutentnahme sollte morgens und nüchtern (12 Stunden ohne Nahrung), nach einer erholsamen Nacht, ohne Alkoholkonsum in den letzten 3 Tagen und ohne intensive körperliche Belastung am Vortag erfolgen. Für Testosteron und PSA gelten die oben beschriebenen zusätzlichen Vorbereitungsregeln. Regelmäßig eingenommene Medikamente sollten Sie entsprechend der Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Es empfiehlt sich, die Laborergebnisse mehrerer Jahre an einem Ort aufzubewahren: Der Verlauf von LDL-Cholesterin, Glukose oder PSA liefert häufig mehr Informationen als ein einzelner Messwert.

Sind Sie über 40 und haben sich schon länger nicht mehr untersuchen lassen? Fertig zusammengestellte Vorsorgepakete für Männer können Sie online und ohne ärztliche Überweisung bestellen:

Online-Bestellung bei BadamySie.pl, Blutentnahme ohne ärztliche Überweisung an einer der über 1000 mit BadamySie.pl zusammenarbeitenden Einrichtungen (u. a. ALAB laboratoria und ETER-MED) in ganz Polen, Laborbefunde online. Adressen der Blutentnahmestellen: Blutuntersuchungen in Ihrer Nähe.

Häufig gestellte Fragen

Sollte sich ein gesunder 40-jähriger Mann ohne Beschwerden überhaupt untersuchen lassen?

Ja. Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin, Prädiabetes und eine Fettleber verursachen häufig über Jahre hinweg keine Beschwerden. Gleichzeitig gehören diese Erkrankungen beziehungsweise Risikofaktoren zu den wichtigsten Ursachen für Herzinfarkte und Schlaganfälle nach dem 50. Lebensjahr.

Muss der Testosteronwert jedes Jahr kontrolliert werden?

Nein. Eine Untersuchung ist vor allem bei Beschwerden, die auf einen Testosteronmangel hindeuten, oder während einer entsprechenden Behandlung sinnvoll. Eine routinemäßige jährliche Testosteronbestimmung bei beschwerdefreien Männern wird nicht empfohlen.

Benötige ich eine ärztliche Überweisung?

Nein. Umfassende Vorsorgepakete für Männer sind in Polen als Selbstzahlerleistungen ohne ärztliche Überweisung erhältlich. Sie können die Untersuchungen online bestellen, die Blutentnahme an einer Blutentnahmestelle durchführen lassen, Ihre Ergebnisse online abrufen und diese anschließend mit einem Arzt besprechen.

Quellen

  • Polnisches Gesundheitsministerium, NFZ (polnischer Nationaler Gesundheitsfonds), pacjent.gov.pl, Programm Moje Zdrowie: Umfang der Untersuchungen, 2025. pacjent.gov.pl
  • European Association of Urology, EAU Guidelines on Prostate Cancer: Diagnostic Evaluation, 2025. uroweb.org
  • Visseren FLJ et al., Eur Heart J, 2021 ESC Guidelines on cardiovascular disease prevention in clinical practice, 2021. academic.oup.com
Medizinische Fachprüfung: Dr. med. Tomasz Niewęgłowski, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin (PWZ 4049405, polnische ärztliche Berufszulassungsnummer). Der Artikel wurde von der Redaktion Badania-Medyczne.pl erstellt. Für die sprachliche Korrektur wurden KI-Werkzeuge eingesetzt. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Datum der letzten Überprüfung: 1.10.2026.

Wo kann man Blutuntersuchungen ohne Überweisung machen?

Blutentnahmestellen mit Adressen und Öffnungszeiten: Warszawa · Wrocław · Łódź · Kraków · Poznań · Gdańsk · Szczecin · Bydgoszcz · alle Städte.

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