Männer – lassen Sie sich untersuchen! Vorsorgeuntersuchungen ab 60
Welche gesundheitlichen Probleme betreffen Männer über 60 und welche Vorsorgeuntersuchungen sollten sie durchführen lassen?
Brustschmerzen gehören zweifellos zu den schwerwiegendsten Problemen älterer Männer. Ihre Ursachen können sehr unterschiedlich sein, und sie dürfen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.
Brustschmerzen stellen eine ernsthafte Gefahr für Gesundheit und Leben dar. Sie können in Stresssituationen oder bei körperlicher Anstrengung auftreten und sind häufig Anzeichen einer gesundheitsgefährdenden koronaren Herzkrankheit.
Brennende Brustschmerzen können ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein, der in der Regel auch mit Schmerzen hinter dem Brustbein, kaltem Schweiß, Angstgefühl, Fieber, Atembeschwerden oder Übelkeit einhergeht. Es kommt auch vor, dass ein Herzinfarkt völlig ohne Symptome verläuft und Männer nur zufällig erfahren, dass sie einen erlitten haben. Solche schmerzlosen Herzinfarkte können bei Menschen mit Diabetes auftreten, deren Schmerzempfinden vermindert ist.
Die Ursachen von Brustschmerzen können auch ganz anderer Natur sein. Sie können unter anderem als Folge von Grippekomplikationen, bei Wirbelsäulenerkrankungen, bei einer Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür-Erkrankung sowie bei einer Lungenentzündung oder einem Pneumothorax auftreten.
Unabhängig davon, ob ein Mann unter Brustschmerzen leidet oder nicht, sollte er mindestens einmal jährlich eine EKG-Untersuchung durchführen lassen. Weitere Untersuchungen zur Beurteilung der Herzfunktion sind: das Langzeit-EKG und das Belastungs-EKG auf dem Laufband. Sehr wichtig ist auch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, mit der sich viele Erkrankungen im Brustraum erkennen lassen. Männer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sollten ebenso wie jüngere Männer regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren.
Zu den grundlegenden Laboruntersuchungen, mit denen sich der allgemeine Gesundheitszustand beurteilen lässt, gehören das Blutbild mit automatisiertem Differenzialblutbild und die Blutsenkungsgeschwindigkeit – wichtige Untersuchungen für Patienten jeden Alters.
Ein Arzt, der auf die Behandlung von Herzerkrankungen spezialisiert ist, ist der Kardiologe. Jeder ältere Mann sollte einen Termin zur kardiologischen Beratung vereinbaren, bei der der Arzt den Gesundheitszustand und die Herzfunktion des Patienten beurteilen kann.
Ältere Männer, insbesondere Raucher, leiden häufig unter chronischem Husten. Ursache dafür kann nicht nur das Rauchen sein, sondern auch eine sehr ernsthafte Erkrankung, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Männer, die häufig husten, sollten einen Pneumologen aufsuchen, der auf die Diagnostik und Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisiert ist. Der Pneumologe kann dem Patienten eine Spirometrie (Lungenfunktionstest) mit ärztlicher Beurteilung vorschlagen. Diese Untersuchung dient der Diagnose und der Überwachung der Behandlung von Atemwegserkrankungen, insbesondere von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
Eine weitere Beschwerde, mit der Männer nach Vollendung des 60. Lebensjahres zu kämpfen haben können, sind Probleme beim Wasserlassen. Ursache kann eine Infektion der Harnröhre und der Harnblase oder eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) sein. Solche Probleme sollten nicht unterschätzt werden, da eine unbehandelte Prostatavergrößerung zu gefährlichen Störungen wie Entzündungen, Infektionen und Nierensteinen führen kann. Der Arzt, der auf die Behandlung von Erkrankungen des Harnsystems bei Männern spezialisiert ist, ist der Urologe, bei dem man mindestens einmal jährlich einen Termin vereinbaren sollte. Wichtig zu wissen ist, dass bei fast der Hälfte der Männer über 60 eine Prostatavergrößerung auftritt. Da eine gutartige Prostatavergrößerung sehr ernsten Erkrankungen wie Darmkrebs oder Prostatakrebs ähneln kann, sind folgende Untersuchungen für Männer besonders wichtig: die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA), also eine Laboruntersuchung zur Einschätzung des Risikos einer Prostatavergrößerung oder von Prostatakrebs, sowie eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums mit Beurteilung der Prostata.
Sie können auch ein zusammengestelltes Prostata-Paket kaufen, das eine allgemeine Urinuntersuchung sowie die Bestimmung von PSA und FPSA umfasst.
Um Erkrankungen des Harn- und Geschlechtssystems zu erkennen oder auszuschließen, sind eine allgemeine Urinuntersuchung und eine Urinkultur besonders wichtig. Zur urologischen Diagnostik sollte auch die Bestimmung des Kreatininspiegels gehören, der Aufschluss über die Nierenfunktion gibt. Bei der Diagnostik von Nierenerkrankungen ist außerdem die Laboruntersuchung der Harnsäure hilfreich. Sie ermöglicht nicht nur die Erkennung von Nierenerkrankungen, sondern auch von Gicht.
Männer über 60 sollten auch an die Bestimmung der Gesamteiweißkonzentration denken, die zur Erkennung von Nieren-, Leber- und Darmerkrankungen sowie schweren Hauterkrankungen dient.
Eine weitere, bei älteren Männern besonders wichtige Untersuchung ist die Bestimmung des Albuminspiegels im Blutserum. Albumine sind Eiweiße, die von den Leberzellen produziert werden. Die Bestimmung ihres Spiegels ist bei Verdacht auf Gelbsucht, Lebererkrankungen oder ein nephrotisches Syndrom von Bedeutung.
Bei Verdacht auf Lebererkrankungen wird Männern über 60 außerdem eine Untersuchung der Gamma-Glutamyltransferase (GGT, GGTP) empfohlen. Zusammen mit den übrigen Leberwerten ALAT, ASPAT und ALP, also der alkalischen Phosphatase, sowie dem Bilirubin gibt sie Aufschluss darüber, ob Leber und Gallenwege ordnungsgemäß funktionieren.
Männer, die unter Verstopfung leiden und Blut im Stuhl bemerken, sollten so schnell wie möglich einen Stuhltest auf verborgenes Blut durchführen lassen. Diese Beschwerden können auf Erkrankungen wie Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, Hämorrhoiden, blutende Polypen oder sogar Darmkrebs hinweisen. Eine weitere hilfreiche Untersuchung zur Erkennung solcher Probleme ist die Koloskopie, also eine endoskopische Untersuchung des unteren Verdauungstrakts.
Statistiken zufolge hat jeder fünfte 60-Jährige Diabetes. Deshalb sind besondere Aufmerksamkeit und eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels erforderlich. Der normale Blutzuckerspiegel liegt nüchtern zwischen 70 und 99 mg/dl. Besonders gefährdet sind Männer mit Übergewicht, Adipositas, Arteriosklerose, Bluthochdruck oder einem zu hohen Cholesterinspiegel im Blut.
Deshalb sollte jeder erwachsene Mann im Labor ein sogenanntes Lipidprofil bestimmen lassen. Diese Untersuchung dient der Beurteilung des Risikos, eine Arteriosklerose zu entwickeln, die zu den Hauptursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört. Das Lipidprofil umfasst die Bestimmung von Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeriden.
Männer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sollten daran denken, ihren Vitamin-D3-Spiegel und den Kalziumspiegel im Blut kontrollieren zu lassen.
Die Bestimmung der Vitamin-D3-Konzentration im Blut ermöglicht unter anderem die Erkennung von Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Sarkoidose, bestimmten Lymphomen oder Störungen der Nährstoffaufnahme.
Wie gefährlich ist ein niedriger Vitamin-D3-Spiegel im Blut? – Erfahren Sie mehr!
Männer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sollten ihren Gesundheitszustand regelmäßig kontrollieren lassen. Sowohl ärztliche Beratungen als auch diagnostische Untersuchungen und Vorsorgeuntersuchungen sind dabei besonders wichtig. Laboruntersuchungen können in einem Männer-Paket 60+ gekauft werden, das speziell für Männer zusammengestellt wurde, die 60 Jahre alt geworden sind. Untersuchungen lassen sich sowohl als Paket als auch einzeln im Onlineshop für medizinische Dienstleistungen BadamySie.pl kaufen. Dort können Sie von zu Hause aus eine Untersuchungsstelle auswählen und einen Untersuchungstermin vereinbaren. Die Liste der Einrichtungen und die Zeiten für Blutentnahmen finden Sie HIER.
Medizinische Fachprüfung: Dr. med. Tomasz Niewęgłowski, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin (PWZ 4049405; Prawo wykonywania zawodu – polnische ärztliche Berufszulassungsnummer). Redaktion: mgr Ewelina Cabaj (leitende Redakteurin), Izabella Redzińska, examinierte Pflegefachkraft (Überprüfung der Verfahren und Einrichtungsdaten), mgr Joanna Sosnal, klinische Ernährungsberaterin (fachliche Beratung zu Ernährungsinhalten). Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Für die sprachliche Korrektur wurden KI-Werkzeuge eingesetzt; die Inhalte wurden vom Redaktionsteam geprüft. Redaktionelle Grundsätze und Teamvorstellung.
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